Achtung, diese Beschreibung bezieht sich auf OpenPlotter 1. Seit kurzem ist OpenPlotter2 kostenlos erhältlich. OP2 ist wesentlich bedienerfreundlicher und hat mehr Funktionen. Da die Dokumentation sehr umfangreich ist, habe ich keine Tutorials für OpenPlotter2 erstellt. Wenn es Bedarf gibt hole ich das jedoch gerne nach, schreib mir einfach.
Die Dateien und die Dokumentation von OpenPlotter 2 gibt es bei sailoog.com

Nun kommen wir zu einem der Grundsensoren, die jedes OpenPlotter-Projekt haben sollte. Die Position. Diese kann über eine Vielzahl von Globalen-Navigations-Sateliten-Systemen (kurz GNSS) empfangen werden. Das bekannteste ist GPS wobei moderne Systeme auf GPS(USA), GLONASS(RU) und Galileo(EU) beruhen.

Zusätzlich zur Postition bekommen wir über diese Systeme noch die aktuelle Zeit, die Geschwindigkeit über Grund (SOG) und den Kurs über Grund (COG).

Prinzipiell gibt es drei Möglichkeiten GNSS in OpenPlotter einzubinden.

  • Vorhandenes GNSS per NMEA einbinden

Ist auf dem Boot bereits ein GNSS vorhanden und bietet dieses eine NMEA Schnittstelle, können wir dieses am Raspberry anschließen und somit alles nötige übertragen bekommen. Zum Anschluss von NMEA Geräten werde ich demnächst einen Beitrag einstellen.

  • Moitessier HAT

Es gibt eine fertige Platine zu kaufen, welche die Grundausstattung für OpenPlotter bietet (GNSS, Kompass, Neigung, Luftdruck, AIS-Empfang) Diese wird einfach auf den Raspberry gesteckt und kommt vorkonfiguriert. Der Vorteil ist relativ wenig gebastelt und eine aufgeräumte Optik. Nachteilig ist zu erwähnen, dass der Aufbau mit Einzelsensoren viel billiger kommt. Auch zum Moitessier HAT wird bald ein separater Beitrag folgen.

  • GNSS USB-Stick

Die dritte, einfachste und günstigste Variante ist ein normaler GNSS oder auch GPS-USB-Stick und darum soll es hier gehen. Übrigens auch ein super Backup System zusätzlich zu vorhandenem GNSS.

Benötigtes Material:

  1. GNSS Dongle

Dieser Dongle ist bei Holz- und GFK-booten föllig ausreichend. Bei Stahlbooten würde ich zur Verwendung einer externen Antenne raten.

Schritt 1: Die Installation

Auch hier ist die Installation denkbar einfach, schließe den USB-Dongle einfach an einer freien USB Buchse des Raspberry’s an.

  • Schritt 2: Die Konfiguration

Auch die Konfiguration ist keine Raketenwissenschaft. Wie wir gesagt haben, ist OpenPlotter für die Verbindung von Sensoren zuständig, also öffnen wir OpenPlotter über das Anker-Symbol. Da es sich bei USB um eine serielle Verbindung handelt gehen wir zum Reiter „Serial“ in dem unser USB Gerät schon angezeigt wird. Um es nun zu konfigurieren markieren wir es und klicken anschließend auf „auto“. Die Konfiguration dauert ca. eine Minute bevor wir gebeten werden, mit „apply“ zu bestätigen, was wir natürlich machen.

Fertig!

War doch garnicht schwer. Um zu sehen, ob alles funktioniert schließen wir OpenPlotter und öffnen OpenCPN vom Desktop. Hier wird uns auch schon unsere aktuelle Position angezeigt. Und ja, ich wohne tatsächlich so weit weg vom Meer 🙂

Beachte bitte, das GPS eine gute Sicht zum Himmel benötigt und gerade neue Geräte bis zu 20 Minuten brauchen können um erstmals ein Signal zu bekommen. Nach dem ersten Empfang geht es dann ziemlich fix.

Marcel Friedmann

– Der Wasserwanderer –

Wenn das was du machst keinen Spaß macht,

dann machst du es falsch.

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