Donau Logbuch XIII - Tulln bis Wien

Hafenmanöver in Wien

08.08.2021

Datum

Tulln bis Wien

Abschnitt

2:56 h

Reisezeit

2:35 h

Motorstunden

36,7 km - 1 Schleuse

Distanz

Immer wenn man denkt, dass man es drauf hat, bekommt man eins in die Fresse!

09:57 – Der Motor ist gecheckt, alle Gegenstände sind verstaut und wir sind bereit für die Weiterfahrt. 

Ablegemanöver Nummer 56 seit meinem Aufbruch in Nürnberg. Vor wenigen Minuten hat noch ein größeres Motorboot vor mir angelegt um zu tanken und hinter mir versperrt ein Steg den Weg. Da mein Boot beim rückwärtsfahren durch das Schraubenwasser nach rechts zieht komme ich da wohl nicht vorbei.

Kein Problem

Eine Achterleinen von der Backbord-Seite an den Steg gelegt, zum Steg lenken, beherzt Gas geben und schon dreht sich das Boot fast auf der Stelle aus der Parklücke heraus.
Dann kann es ja los gehen!

11:12 Uhr – Zum 23. Mal lege ich seit Beginn meiner Reise in einer Schleuse an. Vier mal hat es mich verdreht und der Mast hat die Schleusenwand geküsst, zweimal habe ich den Anleger versaut und einmal habe ich loswerfen müssen um Schäden am Boot zu verhindern. Heute läuft alles problemlos, der Anleger ein klacks, dank Schwimmpoller nichts zu tun und auch das Ablegen und ausfahren läuft wie gewohnt problemlos.

WIEN

12:15 Uhr - Wien in Sicht! Ein grosser und lang erwarteter Meilenstein auf meiner reise und definitiv ein Gänsehautmoment.

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Big City Life

Frage mich „Stadt oder Natur?“ und ich werde immer mit Natur antworten. Trotzdem ist es jedesmal faszinierend und bewegend, wenn man in eine Großstadt einfährt. Die Menschen, das rege Treiben, Geräusche und der Geruch. 

Immer wieder ein Erlebnis und jetzt auch noch Wien, eine Stadt die mir von Anfang an gefällt.

Und dann das..

Die Marina Wien hat einen Anlegesteg für die Anmeldung. Dieser muss gegen den Strom mit der Backbordseite angefahren werden. Nicht gerade unsere Schokoseite. Aber auch das haben wir schon 3-4 mal auf der Reise gemacht und so klappt alles wie am Schnürchen! Ankunft 12:54 Uhr.

Letztes Manöver

Nach der Anmeldung steht das 59. Ablegemanöver und das 58. Anlegemanöver an. Diesmal im Hafenbecken der Marina Wien, wo ich mit dem Boot ein paar Wochen zu horrenden Preisen liegen werde. 

Die Gasse ist relativ eng und aufziehender Wind macht die Sache nicht leichter und auch dieses Mal ist der Steg nicht an der Schokoseite. 

Das Manöver geht nicht nur gut, sondern fantastisch. Hafenmanöver wird eindeutig zu Routine und nichts kann mehr schief gehen!…

…50km weiter werde ich diesen Gedanken noch bereuen… 

Wien ist der Knaller!

Pick-Nick  im Park, Achterbahn am Prater, Museen, Strände, Bars, gutes Essen und vieles mehr, hier kann man es aushalten.

Wir verbringen drei grandiose Tage in Wien, essen gut und lassen es uns richtig gut gehen. Aber auch Arbeit muss sein und so wird das ganz Boot geschrubbt, bevor meine Crew wieder die Heimfahrt antritt. 

Im Oktober geht es dann wieder alleine weiter in die Slowakei, wo ich lernen muss, dass Routine bei Manövern wohl nie einkehren wird. 🙂

Wir sehen uns auf dem Wasser.

– Der Wasserwanderer –

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