Namensfindung und Beschriftung, wie bin ich auf den Namen gekommen und womit muss ein Boot eigentlich beschriftet werden?

Der Bootsname selbst ist natürlich individuell und muss selbst gefunden werden. Im Laufe der Namensfindung wurde klar, dass der Name folgendes enthalten muss:

  • Lokaler Teil, das heißt einen fränkischen Bezug.
  • Außergewöhnlich, ich möchte keinem Namensvetter begegnen
  • Persönlich, es muss zu mir passen

In der Auswahl standen mehrere Namen, die aber alle die Kriterien nicht erfüllt haben. Da war Jauntily (Englisch für Leichtigkeit) oder Serenity mit ähnlicher Bedeutung. Auch lateinische Sprichwörter wurden in Betracht gezogen: „Ego sum qui sum“ mein Motto und auf deutsch auch bekannt durch Popeye „Ich bin wer ich bin“.

Da das Boot eine Waarschip 570 ist wäre auch die Benennung nach dem Vorbild „Waarwolf“ interessant, der vielleicht einzigen Waarschip 570, die den Atlantik im Mini-Trans überquert hat.

Letztendlich wollte ich einen persönlichen Bezug, fränkisch und zu mir passend. Da war auch einiges dabei:

Siemgscheid, Basdscho, Babberdeggl oder eben Hobb-Etz. Wer mich kennt bringt „Hobb-Etz“ mit mir in Verbindung und auch die Umfragen im engen Kreis der Freunde und Familie waren einstimmig! Hobby-Etz!

Schließlich ging es um die Planung der Beschriftung. Was muss alles drauf? Klar, der Bootsname in lateinischer, gut lesbarer Schrift. Außerdem das „Nummernschild“ der Zulassung in 8-10cm großen Buchstaben. Außerdem muss der Heimathafen laut Flaggenrechtsverordnung noch lesbar aufs Boot.

Gut zuerst das Zulassungszeichen oder Nummernschild. Dieses muss 8-10cm groß, gut lesbar in lateinischer Schrift und arabischen Zeichen sein. Hell auf dunklen oder dunkel auf hellem Grund steht in der Schifffahrtsverordnung. Soviel zur Theorie, denn ich hatte mich natürlich für weiße Schrift auf dem dunkelblauen Rumpf entschieden, bis mir meine Zulassungsstelle ein weißes Viereck mit schwarzer Schrift zugeschickt hat. Auf Rückfrage wurde mir gesagt, dass ich das Kennzeichen so benutzen muss. Na toll, sieht natürlich super aus, so ein weißes Viereck auf dem Boot.

Nach ewigem hin und her habe ich mich entschlossen, ein weißes Feld in das Design zu integrieren. Zusätzlich noch das Zeichen der „Heiligtümer des Todes“, das alle meine Fahrzeuge ziert und mein persönliches Zeichen. Dann der Bootsname und schon ist der Rumpf komplett. Ein paar kleine Details sind auf den Fotos nicht zu erkennen und somit den „Live-Betrachtern“ vorbehalten.

Aufs Heck kommt dann noch das Hobby-Etz Logo und der Heimathafen. Hier kann man zwischen Liegeplatz, Wohnort oder jeder anderen Stadt wählen. Einzige Voraussetzung: Es muss dort Schifffahrt betrieben werden und idealerweise ein Zugang zum Meer bestehen.

Ich habe mich für Nürnberg entschieden, denn das ist der nächste Ort, von dem aus ich die Welt auf Hobby-Etz bereisen könnte.

Zum Handwerk: Alte Beschriftungen habe ich zuerst mit einem Heißluftföhn erwärmt, denn so lassen sich die Buchstaben im ganzen gut abziehen. Danach wurde gereinigt und alle Klebereste mit „rubbeln“ entfernt. Alles mit Fensterreiniger gereinigt und schon geht es an die neue Schrift.

Ich habe den Schriftzug mit der Trägerfolie erst einmal mit Kreppband angeheftet und ausgerichtet. Als alles gepasst hat, habe ich die hintere Folie abgezogen und die Schrift mit einem Rakel glatt aufgestrichen. Alles nochmal festrakeln und schließlich die Trägerfolie abziehen. Für alle Seiten habe ich ca. 2 Stunden inklusive Entfernung der alten Schrift benötigt.

Alles in allem war der Tag ein voller Erfolg!

Marcel Friedmann

– Der Wasserwanderer –

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dann machst du es falsch.

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Eine Antwort

  1. Find ich schön, das Du auch das Thema Beschriftung so intensiv angegangen bist. Hab ich auch gemacht und bin bei Bauhaus Bold in Silber auf dunkelblauen Grund gelandet. Den Namen haben wir vom Vorbesitzer übernommen.

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