Der Weg zum Eigner ist lange, zumindest war er es bei mir. Vor gut zwei Jahren habe ich angefangen den DSV Segelgrundschein zu machen. Dann den SBF See und Binnen, Funkscheine, Bodenseeschifferpatent und den Fachkundenachweis für Seenotsignalmittel. Mehr werden bestimmt folgen, nicht weil ich sie brauche und auch nicht weil ich damit prahlen will, sondern weil ich es eine sehr gute Möglichkeit finde, sein Wissen über den WInter zu erweitern.

In diesen gut zwei Jahren habe ich auch (nicht ständig aber immer wieder) nach dem richtigen Bootstyp gesucht.

Da steht zuerst mal die Frage: Was will ich damit machen?

Und selbst das ist nicht leicht zu beantworten. Ich wohne mitten im fränkischen Seenland weit weg von jedem Meer. Also was will ich?

  • Tages und Wochendsegeln am Brombachsee
  • Wanderfahrten im Main-Donau Kanal
  • Wochenurlaub am Bodensee
  • Ab und an mal Nordsee oder Mittelmeer
  • Vielleicht auch mal über den Atlantik?!?

Ich brauche also eine trailerbare, slipbare, hochseetaugliche Fahrtenyacht mit genug Lebensraum für zwei bis 4 Personen für ein Paar Wochen.

Toll, also die bekannte „eierlegende Wollmilchsau“… Das gute ist, ich brauch erstmal keinen großen Luxus, ich liebe Camping und war auch schon in meinem Caddy Maxi mehrere Wochen unterwegs. Ich suche also eine art Caddy Maxi oder Bully auf dem Wasser.

Also es ging los… Varianta 65 lange begeistert aber dann festgestellt, dass sie mir zu unsportlich ist. Shark24 ein super Boot, superbegeistert bis ich auf einer war, leider nicht meins… Neptun22, Wahnsinn! Aber moment mal, mein Caddy kann ja nur 1550kg ziehen. Also Auflasten? Geht bis maximal 1700g. Also auch nichts. Leisure17? Folkeboot?…

So ging das über 2 Jahre, bis ich mir eine Waarschip 600 angeschaut habe, die leider zu klein war… sonst perfekt.

Ein bekannter hat mir dann geraten, die Waarschip 570 anzuschauen. „Die ist ein Raumwunder!“ hat er gesagt. Skeptisch war ich ja, schließlich ist sie noch kleiner als die 600er aber anschauen schadet ja nicht. Und was soll ich sagen? Ich war auf den ersten Blick hin und weg!

1300kg auf dem Trailer, Gut Platz für 2, kurzzeitig auch für 4, mit extra Kielballast gut Küstentauglich aber bei 1,1m Tiefgang auch perfekt für unsere heimischen Seen. Einzig auf das „slipbar“ habe ich verzichtet aber Kränen ist sowieso viel einfacher, vor allem alleine. Alle Leinen im Cockpit, daher Einhand-geeignet. Mit 10PS Verbrenner und ohne Mast können wir gemütlich die Kanäle erkunden und als Flautenschieber auf den Seen tut es ein kleiner Elektromotor. Exzellente Segeleigenschaften bei maximaler Wohnlichkeit. (was man eben auf 18 Fuß erwarten kann 🙂 ) Für mich das perfekte Einsteiger-Boot.

Es war mühselig, langwierig und nervenaufreibend die richtige Bootsklasse zu finden aber hat wirklich Spaß gemacht. Meine Wahl ist wahrscheinlich nicht die Richtige für dich aber ich kann dich nur motivieren, lass dir Zeit, schau dir viele Boote an und lass dich finden 🙂

Zur Besichtigung selbst kann wenig Hilfreiche Hinweise geben, außer: Nehmt jemanden mit, der sich wirklich auskennt. Empfehlen kann ich außerdem die Skipper-Seite vom ADAC, hier gibt es viele nützliche Tipps, Besichtigung-Checklisten und einen Kaufvertrag.

In diesem Sinne viel Spaß und Erfolg bei der Bootssuche!

Marcel Friedmann

– Der Wasserwanderer –

Wenn das was du machst keinen Spaß macht,

dann machst du es falsch.

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