Logbuch IX – Bordroutine

Das leichte Rauschen des am Rumpf vorbeiströmenden Wassers mischt sich beinahe übergangslos mit der Geräuschkulisse des Berufsverkehrs. Zum zweiten Mal öffne ich meine Augen hier an diesem Ort, es ist bereits hell. Durch das Fenster ist die Brücke der Hauptstraße zu erkennen, dahinter der Umriss dieser tollen Stadt. Hier könnte man es länger aushalten, die alten Bauwerke, pulsierendes Leben in den Parks, idyllische Fahrradwege und ein Anleger zwischen all dem. Aber es ist an der Zeit weiterzufahren, denn wer weiß schon, was wir hinter der nächsten Donauwindung finden werden.
Logbuch VIII – Willkommen in der Strömung

Die ersten zwei Male war ich an Bord der MS Renate während einer Brunch-Ausfahrt von Kehlheim nach Regensburg. Nachmittags gab es als Highlight einem Blick auf das imposante Gebäude, bevor es gegen den Strom zurück ging.
Logbuch VII – Momente die man nicht planen kann

Eine Kamera hatte ich leider nicht griffbereit, und selbst wenn hätte der kleine Chip wohl kaum genug Licht eingefangen. Manche Momente sind eben nicht dafür gemacht geteilt zu werden, sondern einfach zum genießen.
Logbuch VI – 2411! Ein Meilenstein oder erst der Anfang?

2 Jahre, 7 Bücher und unzählige Forumseinträge später hat man dann sein gesamtes Erspartes für ein Boot ausgegeben, Freunde, Familie und den Job vernachlässigt um dieses umzubauen, seine Seele in der lokalen Bootsschule gegen Wissen und Erfahrung getauscht und all das zusammen mit dem eigenen Leben in 10 Schleusen riskiert.
Kurzum, wir haben es geschafft, vor uns liegt die Donau!
Logbuch V – Jeden Tag ein erstes Mal

Ich keuche wie ein alter Mann. Ungefähr acht oder neun mal bin ich jetzt zwischen meinem Boot und dem roten Buzzer hin und her gerannt. Noch dazu wird der Weg über die vom Kanalwasser glitschige Leiter jedes mal ein gutes Stück weiter.
Logbuch IV – Und was fangen wir jetzt mit der Freiheit an?

Ich bin ja mal gespannt, ob das heute alles klappt, heute ist der Tag auf den ich seit über einem Jahr hingearbeitet habe. Heute fahren wir in die Donau ein.
Ciao Main-Donau-Kanal, auf nimmer Wiedersehen! Schade eigentlich, war doch sehr schön hier. Eigentlich wollte ich nur eine Nacht in diesem „nur ein Kanal“ verbringen, jetzt ist es der vierte Tag. Jeder sagte mir, ich solle schauen, dass ich schnell in die Donau komme, da wäre es schön. Meine Vorfreude steigt, ich könnte ewig hier im Kanal bleiben und dort im Fluß ist es noch viel schöner?
Logbuch III – Wir stecken fest!

Leine an der Mittelklampe ist bereit? CHECK! Fender hängen draußen? CHECK! Also schön langsam rein in den Hafen. Zur Rechten arbeitet ein Herr des Sportklubs fleißig an seinem Boot, „Guten Tag“! Nach links um die Kurve und da ist auch schon der besagte Anlegesteg an Steuerbord. Oh, direkt vor der Sliprampe, aber der Hafenmeister hat ja bestätigt, dass der Platz für uns mehr als ausreichend ist. Also schön in Ruhe anfahren…
Noch 5m bis zum Steg…
Logbuch II – Kaffee, Kuchen und der Geruch von Freiheit

Zufrieden? Auf jeden Fall, genau für diese Orte und Momente sind wir schließlich aufgebrochen. Manchmal muss man nicht weit fahren, sondern nur die Augen und das Herz offen halten.
Logbuch I – Leinen Los!

Wir sind unterwegs! Nach über einem Jahr der Planung, Vorfreude, Zittern, Neuplanung, wieder Vorfreude war es endlich soweit und wir haben die Leinen mit Ziel Schwarzes Meer losgeworfen!
Logbuch 0 – Der Ruf der Ferne

Jipieeee, ich habe ein Boot! Aber wohin fahre ich nun damit? Eigentlich gibt es von Süddeutschland aus nur zwei Optionen, wenn man in den Süden möchte.